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Glaukom
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GLAUKOM
Die Ursache für den Grünen Star (Glaukom) ist eine chronische Durchblutungsstörung des Sehnervs, die häufig, aber nicht immer, durch einen erhöhten Augeninnendruck hervorgerufen wird. Als Glaukom bezeichnet man eine Gruppe von Krankheitsbildern, bei denen, aufgrund eines Druckanstieges im Auge, das Sehvermögen zunehmend eingeschränkt wird.
Die vollkommene Beschwerdefreiheit im Frühstadium der Glaukom-Erkrankung macht sie zu der häufigsten Ursache für einen schleichenden Verlust des Augenlichtes.

DEFINITION
Das Glaukom ist eine der gefährlichsten Augenerkrankungen. Schleichend und meist völlig schmerzlos verengt sich das Blickfeld des betroffenen Menschen immer mehr,und wenn nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen wird, kann dies zur Erblindung führen.
Das Glaukom wird in drei Gruppen unterteilt:
• Primäre Offenwinkelglaukome; 90 % aller Glaukome
• Engwinkelglaukome
• Sekundärglaukome

BESCHWERDEN
Im Anfangsstadium macht das Glaukom keine Beschwerden. Wenn der Betroffene Sehstörungen bemerkt, ist der Krankheitsprozess schon weit fortgeschritten.
Der akute Glaukomanfall dagegen verursacht heftige Kopfschmerzen, begleitet von Übelkeit, Erbrechen, Fieber und starken Krankheitsgefühlen. Die Augen sind dabei steinhart und stark gerötet.

URSACHEN
Die Ursache für das Glaukom ist eine chronische Durchblutungsstörung des Sehnervs, die häufig, aber nicht immer, durch einen erhöhten Augeninnendruck hervorgerufen wird. Grund dafür ist, dass der Abfluss des Kammerwassers aus der vorderen Augenkammer gestört ist. Dadurch ergibt sich eine Druckerhöhung im Auge. Der Glaskörper wird verstärkt auf die Netzhaut gepresst und quetscht dort die empfindlichen Nervenfasern des Sehnervs. Insbesondere der Sehnervkopf, die Stelle, an der alle Nervenfasern der Netzhaut zusammenlaufen, gerät dabei unter Druck. Das hat zur Folge, dass die Nervenfasern an dieser Stelle nicht mehr genügend mit Sauerstoff und anderen wichtigen Nährstoffen versorgt werden können. Hält die Unterversorgung über einen längeren Zeitraum an, so stirbt der Sehnerv langsam ab.

HÄUFIGKEIT
Rund 500.000 Deutsche leiden an einem erhöhten Augeninnendruck,
10 Prozent davon droht die Erblindung. Verbände weisen darauf hin, dass die Dunkelziffer in diesem Bereich sehr hoch ist. Es wird davon ausgegangen, dass in Deutschland insgesamt etwa 1.000.000 Menschen von einem Glaukom betroffen sind.

RISIKOFAKTOREN
Grundsätzlich ist kein Mensch davor gefeit, am Grünen Star zu erkranken. Von bestimmten Faktoren weiß man aber, dass sie das Risiko für ein Glaukom deutlich erhöhen:
• Das Alter: Nach Überschreiten des 40. Lebensjahres steigt die   Häufigkeit des Glaukoms.
• Die Vererbung: Vieles spricht dafür, dass die Veranlagung für ein
  Glaukom vererbt wird. Gibt es in der Familie schon einen Glaukomfall,
  sollte man besonders wachsam sein.
• Andere Erkrankungen: Zuckerkranke (Diabetes mellitus) oder   kurzsichtige Menschen sind beispielsweise überdurchschnittlich   gefährdet.

FOLGEN
Nicht frühzeitig erkannt, kommt es im Verlauf der Erkrankung zunehmend zum Verlust des seitlichen Sehens. Das führt im Endstadium zum sogenannten „Tunnelblick“ und schließlich zur vollständigen Erblindung. Bereits eingeschränkte Sehfähigkeit kann durch keine Therapie zurückgewonnen werden.